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Bar­rie­re­frei­e­heit beginnt vor dem Seminar

Oben steht der Text "Seminare barrierefrei planen" und darunter ein Symbol eines Clipboards mit Check-Haken. Schwarz auf gelbem Hintergrund
Barrierefreiheit beginnt vor dem Seminar: Mit einem kurzen Fragebogen erfassen wir Bedarfe und schaffen bessere Lernbedingungen für alle Teilnehmenden.
2 Min. Lesezeit

Warum wir künf­tig schon vorab nach mög­li­chen Bar­rie­ren fragen 

Barriere­freiheit wird oft erst dann sicht­bar, wenn etwas nicht funk­tio­niert:
wenn Inhalte nicht ver­stan­den werden, wenn Tech­nik nicht zugäng­lich ist oder wenn Teil­neh­mende schlicht nicht mitkommen.

Doch genau hier liegt das Pro­blem.
Barriere­freiheit sollte nicht nur in Semi­nar­ma­te­ria­lien funk­tio­nie­ren. Sie muss von Anfang an mit­ge­dacht werden.

Des­halb gehen wir bei unse­ren Semi­na­ren einen Schritt weiter.

Der Per­spek­tiv­wech­sel: Nicht reagie­ren, son­dern vorbereiten

Als Dozen­ten haben wir uns gefragt:

Wie kann ich sicher­stel­len, dass wirk­lich alle Teil­neh­men­den folgen können, unab­hän­gig von ihren indi­vi­du­el­len Voraussetzungen?

Die Ant­wort ist eigent­lich einfach:

Wir fragen vorher.
Nicht erst im Semi­nar.
Nicht, wenn es zu spät ist.
Son­dern im Vorfeld.

Was wir kon­kret tun

Ab sofort erhal­ten Teil­neh­mende vor jedem Semi­nar einen kurzen Fragebogen.
Darin geht es nicht um Dia­gno­sen oder Kate­go­rien, son­dern um ganz prak­ti­sche Fragen:
  • Wird grö­ßere Schrift benötigt?
  • Sind Unter­ti­tel hilfreich?
  • Wird ein lang­sa­me­res Lern­tempo bevorzugt?
  • Gibt es tech­ni­sche Einschränkungen?
  • Werden Mate­ria­lien vorab gewünscht?
Es geht nicht darum, Unter­schiede sicht­bar zu machen, son­dern darum, Hürden unsicht­bar werden zu lassen.

Warum das so wich­tig ist

In Software-Seminaren tref­fen sehr unter­schied­li­che Vor­aus­set­zun­gen aufeinander:
  • ver­schie­dene Geräte und Betriebssysteme
  • unter­schied­li­che Erfahrungslevels
  • indi­vi­du­elle Lern- und Wahrnehmungsweisen
Wenn wir diese Unter­schiede igno­rie­ren, ent­steht schnell ein Semi­nar, das nur für einen Teil der Gruppe funk­tio­niert. Wenn wir sie berück­sich­ti­gen, ent­steht etwas ande­res: echte Teilhabe

Barriere­freiheit ist keine Sonderlösung 

Ein häu­fi­ger Irrtum:
Barriere­freiheit sei etwas, das nur für wenige“ rele­vant ist.
Das Gegen­teil ist der Fall.
  • Unter­ti­tel helfen auch bei schlech­ter Audioqualität
  • klare Struk­tur hilft allen beim Lernen
  • lang­sa­mere Schritte redu­zie­ren Stress
  • vor­be­rei­tende Mate­ria­lien erhö­hen den Lernerfolg
Barriere­freiheit ver­bes­sert die Qua­li­tät für alle.

Ein klei­ner Schritt mit großer Wirkung 

Der Fra­ge­bo­gen ist kein großes Tool. Er ist kein kom­ple­xes System.

Aber er ver­än­dert etwas Ent­schei­den­des: die Haltung

Wir gehen nicht mehr davon aus, dass alle gleich lernen, sehen oder arbei­ten. Wir gestal­ten Semi­nare so, dass Unter­schiede von Anfang an mit­ge­dacht werden.

Unser Fazit

Barriere­freiheit beginnt nicht im Code.
Nicht im Design.
Und auch nicht im Semi­nar selbst.

Sie beginnt mit einer Frage:

Was brauchst du, um gut teil­neh­men zu können?

Und genau diese Frage stel­len wir ab sofort.

Wir bieten Semi­nare und Work­shops für alle. Buchen Sie uns!

amsel­reh­hase | 31.03.2026

Ver­ein­fachte Zusammenfassung

Wir möchten, dass alle gut am Semi­nar teil­neh­men können. Darum fragen wir vorher: Was brauchst du? Zum Bei­spiel grö­ßere Schrift oder mehr Zeit. So können wir das Semi­nar besser vorbereiten.

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