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Digi­tale Barriere­freiheit ist Design

Auge und Design-System
Digitale Barrierefreiheit wird oft als Pflichtprogramm verstanden – wir sehen darin eine Gestaltungsaufgabe. So entstehen Lösungen, die mehr Menschen erreichen: klar strukturiert, gut lesbar und intuitiv nutzbar – unabhängig von Einschränkungen, Devices oder Situationen.
4 Min. Lesezeit

Warum wir digi­tale Barriere­freiheit mit Design ver­bin­den – und nicht erst am Ende dazukleben

Digi­tale Barriere­freiheit ist für uns keine Pflicht­übung, son­dern Gestal­tungs­auf­gabe. Als Agen­tur für stra­te­gi­sches, respon­si­ves Design ent­wi­ckeln wir Inter­faces, Doku­mente und Mar­ken­auf­tritte, die von Anfang an inklu­siv gedacht sind.

Barriere­freiheit ist Gestal­tung von Teilhabe

Wenn über digi­tale Barriere­freiheit gespro­chen wird, geht es oft zuerst um Tech­nik: Kon­traste, Alter­na­tiv­texte, Tas­ta­tur­be­dien­bar­keit, Screenreader-Kompatibilität. All das ist wich­tig. Aber es greift zu kurz, wenn wir Barriere­freiheit nur als Check­liste verstehen.

Für uns bei amsel­reh­hase ist Barriere­freiheit vor allem die Gestal­tung von Kom­mu­ni­ka­tion und Teil­habe. Sie ent­schei­det, ob Men­schen Inhalte finden, ver­ste­hen und stress­frei nutzen können – unab­hän­gig davon, ob sie mit Screen­rea­der, Tas­ta­tur, Joy­stick, Blick­steue­rung oder Touch arbeiten.

Bar­rie­re­freie Inter­faces, Web­sites und PDFs sind des­halb kein Extra-Layout“, das wir später ergän­zen. Sie sind die kon­se­quente Fort­füh­rung unse­res Anspruchs: form is func­tion.

Form is func­tion: Was gutes Design für Barriere­freiheit leistet

Als Agen­tur für stra­te­gi­sches und respon­si­ves Design gestal­ten wir Apps, Web­auf­tritte, Print­pro­dukte und Benut­zer­ober­flä­chen für ver­schie­denste Kon­texte – von mini­k­lein bis rie­sen­groß. In all diesen Pro­jek­ten ist Barriere­freiheit kein Son­der­fall, son­dern Teil der Entwurfsarbeit.

Gutes Design sorgt dafür, dass:

  • Infor­ma­tio­nen klar struk­tu­riert und hier­ar­chi­siert sind, statt sich in visu­el­len Effek­ten zu verlieren.

  • Typo­gra­fie lesbar bleibt – in der rich­ti­gen Schrift­größe, mit aus­rei­chend Zei­len­ab­stand und guten Kontrasten.

  • Inter­ak­tive Ele­mente ein­deu­tig erkenn­bar und mit unter­schied­li­chen Ein­ga­be­me­tho­den bedien­bar sind.

  • Ori­en­tie­rung funk­tio­niert, weil Navi­ga­tion, Über­schrif­ten und Feedback-Elemente sinn­voll gestal­tet sind.

Barriere­frei zu gestal­ten heißt für uns: Wir über­set­zen Normen (z.B. WCAG, BITV, BFSG) in visu­ell über­zeu­gende Lösun­gen, die im Alltag funk­tio­nie­ren. So bleibt der Fokus dort, wo er hin­ge­hört – bei den Men­schen, die unsere Designs nutzen

Warum Nach­rüs­ten“ teurer ist als inklu­siv denken 

Viele Orga­ni­sa­tio­nen merken erst spät, dass ihre digi­ta­len Ange­bote Bar­rie­ren ent­hal­ten. Oft erst, wenn gesetz­li­che Anfor­de­run­gen grei­fen oder Beschwer­den auf­tau­chen. Dann wird Barriere­freiheit als müh­sa­mer Zusatz wahr­ge­nom­men: teuer, kom­plex, zeitkritisch.

Aus unse­rer Pro­jekt­pra­xis ist klar:

  • Späte Kor­rek­tu­ren bedeu­ten dop­pelte Arbeit. Lay­outs, Kom­po­nen­ten und Inhalte müssen erneut ange­fasst werden.

  • Kom­pro­misse häufen sich, weil bestehende Struk­tu­ren nur noch ein­ge­schränkt ver­än­dert werden können.

  • Teams sind frus­triert, wenn Barriere­freiheit als Add-on“ oben­drauf­kommt, statt von Anfang an Teil des Brie­fings zu sein.

Wenn wir Barriere­freiheit früh im Design­pro­zess ver­an­kern, pas­siert das Gegenteil:

  • Kom­po­nen­ten und Tem­pla­tes werden von Anfang an robust gestal­tet und sind leicht wiederverwendbar.

  • Con­tent, Design und Tech­nik grei­fen besser inein­an­der, weil alle Betei­lig­ten ein gemein­sa­mes Ziel teilen.

  • Mar­ken­auf­tritte werden kon­sis­ten­ter, weil Inklu­sion gestal­te­risch mit­ge­dacht wird – nicht nur juristisch.

Barriere­freies Design stärkt Marken 

Digi­tale Barriere­freiheit erhöht die Reich­weite, erschließt neue Ziel­grup­pen und schützt vor recht­li­chen Risi­ken. Das zeigen zahl­rei­che Bei­spiele aus Agentur- und Unter­neh­mens­pra­xis. Für uns ist aber min­des­tens genauso wich­tig: Sie stärkt Marken.

Eine Marke, die ihre digi­ta­len Ange­bote für mög­lichst viele Men­schen zugäng­lich macht, kom­mu­ni­ziert Hal­tung: Wir nehmen unsere Nutzer*innen ernst, wir inves­tie­ren in Ver­ständ­lich­keit, wir machen es Men­schen leich­ter. Barriere­freies Design sorgt nicht nur für bes­sere Usa­bi­lity für Men­schen mit Behin­de­run­gen, son­dern auch für alle, die im Alltag mit klei­nen Bild­schir­men, Zeit­druck oder situa­ti­ven Ein­schrän­kun­gen unter­wegs sind.

So wird Barriere­freiheit zu einem echten Wettbewerbsvorteil:

  • Bes­sere Nut­zer­er­fah­rung = höhere Zufrie­den­heit, län­gere Ver­weil­dauer und weni­ger Abbrüche.

  • Klare, zugäng­li­che Kom­mu­ni­ka­tion = weni­ger Sup­port­auf­wand und weni­ger Missverständnisse.

  • Sicht­bare Ver­ant­wor­tung = stär­ke­res Ver­trauen in die Marke.

Wie wir bei amsel­reh­hase Barriere­freiheit in Pro­jekte integrieren 

Als Agen­tur in Berlin gestal­ten wir nicht nur barriere­frei; wir beglei­ten Teams von der Idee bis zur Umset­zung. Digi­tale Barriere­freiheit ist dabei fest im Pro­zess verankert.

Typi­sche Schritte, mit denen wir Kund:innen unterstützen:

  • Ana­lyse: Wir schauen, wo Bar­rie­ren bestehen, welche Anfor­de­run­gen (gesetz­lich, orga­ni­sa­to­risch, inhalt­lich) rele­vant sind und welche Ziel­grup­pen berück­sich­tigt werden müssen.

  • Kon­zep­tion: Auf dieser Basis ent­wi­ckeln wir Infor­ma­ti­ons­ar­chi­tek­tur, Navi­ga­ti­ons­kon­zepte und Content-Strukturen, die bar­rie­re­arme Nut­zung ermöglichen.

  • Gestal­tung: Wir ent­wer­fen Lay­outs, Kom­po­nen­ten und Doku­mente, die visu­ell eigen­stän­dig sind – und gleich­zei­tig klare Ori­en­tie­rung, gute Les­bar­keit und zugäng­li­che Inter­ak­tion ermöglichen.

  • Beglei­tung: Wir arbei­ten eng mit Entwickler*innen und der Redak­tion zusam­men, prüfen Umset­zun­gen und geben Feed­back, bis Design und Tech­nik zusam­men ein bar­rie­re­ar­mes oder barriere­freies Ergeb­nis ergeben.

Wer Barriere­freiheit als Gestal­tungs­auf­gabe ver­steht, muss sich nicht zwi­schen Ästhe­tik und Inklu­sion ent­schei­den. Genau diese Ver­bin­dung treibt uns bei amsel­reh­hase an – in jedem Pro­jekt, auf jedem Kanal, in jeder Größe.

amsel­reh­hase | 22.02.2025

Ver­ein­fachte Zusammenfassung

Digi­tale Barriere­freiheit heißt: Alle Men­schen können eine Web­site oder App gut benut­zen. Zum Bei­spiel auch blinde Men­schen, gehör­lose Men­schen oder Men­schen mit Lern­schwie­rig­kei­ten. Dafür braucht es gutes Design. Texte müssen gut lesbar sein. Farben brau­chen genug Kon­trast. Die Bedie­nung muss ein­fach sein – auch ohne Maus. Wir bei amsel­reh­hase denken Barriere­freiheit von Anfang an mit. So ent­ste­hen Ange­bote, die schön aus­se­hen und für viele Men­schen gut funktionieren.

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