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Die teu­ers­ten Accessibility-Fehler in Word­Press und wie Sie sie vermeiden

Der Satz "Barierefrei mit WordPress" steht neben dem WordPress-Logo mit dem Symbol für Barrierefreiheit. Illustration auf gelbem Hintergrund
Slider, Formulare, PDFs und Cookie-Banner gehören zu den häufigsten Accessibility-Problemen in WordPress. So vermeiden Sie teure Fehler.
5 Min. Lesezeit

Bar­rie­ren sind selten spek­ta­ku­lär. Ihre Folgen schon.

Die meis­ten WordPress-Websites schei­tern nicht an kom­pli­zier­ter Technik.

Sie schei­tern an Dingen, die seit Jahren auf fast jeder Web­site ein­ge­baut werden. Dinge, die gut aus­se­hen, modern wirken oder von irgend­ei­nem Plugin auto­ma­tisch mit­ge­bracht werden.

Slider.

Cookie-Banner.

For­mu­lare.

Navi­ga­tio­nen.

PDFs.

Die schlechte Nach­richt: Genau diese Ele­mente gehö­ren zu den häu­figs­ten Accessibility-Problemen.

Die gute Nach­richt: Die meis­ten lassen sich mit über­schau­ba­rem Auf­wand beheben.

Schauen wir uns die übli­chen Ver­däch­ti­gen an.

1. Slider – die unsterb­li­che Fehl­ent­schei­dung des Webdesigns

Kaum ein Ele­ment hält sich so hart­nä­ckig wie der Slider.

Dabei zeigen Stu­dien seit Jahren, dass die meis­ten Besu­cher nur den ersten Slide wahr­neh­men. Die übri­gen rotie­ren oft unbe­ach­tet durch das digi­tale Nir­wana. Gut, es bewegt sich etwas und for­dert Aufmerksamkeit.

Für die Barriere­freiheit brin­gen Slider aber zusätz­li­che Pro­bleme mit:

  • Auto­ma­ti­sche Bewe­gun­gen lenken ab.
  • Screenreader-Nutzer ver­lie­ren die Orientierung.
  • Tas­ta­tur­be­die­nung funk­tio­niert häufig nicht.
  • Texte wech­seln, bevor sie gele­sen werden können.
  • Kon­traste sind oft schlecht.

Man könnte sagen: Ein Slider ver­eint meh­rere Accessibility-Probleme in einem ein­zi­gen Ele­ment. Das ist effi­zi­ent, aber leider nicht hilfreich.

Bes­sere Lösung

Statt eines Sliders:

  • Eine klare Hero-Sektion verwenden
  • Eine zen­trale Bot­schaft kommunizieren
  • Wich­tige Inhalte unter­ein­an­der darstellen
  • Bewe­gun­gen ver­mei­den oder pau­sier­bar machen

Weni­ger Bewe­gung bedeu­tet oft mehr Aufmerksamkeit.

2. Cookie-Banner als erste Hürde vor dem eigent­li­chen Inhalt

Viele Besu­cher tref­fen bereits auf das erste Accessibility-Problem, bevor sie über­haupt die Web­site sehen.

Cookie-Banner werden häufig mit recht­li­cher Sorg­falt umge­setzt. Die Nut­zer­freund­lich­keit wird dabei gele­gent­lich vergessen.

Typi­sche Probleme:

  • Fokus springt unkontrolliert
  • Tas­ta­tur­be­die­nung funk­tio­niert nicht
  • But­tons sind schlecht beschriftet
  • Kon­traste sind unzureichend
  • Der Dialog lässt sich nicht schließen

Beson­ders pro­ble­ma­tisch wird es, wenn der Banner den gesam­ten Bild­schirm blo­ckiert und Nutzer nicht mehr weiterkommen.

Bes­sere Lösung

Achten Sie darauf, dass:

  • alle Funk­tio­nen per Tas­ta­tur erreich­bar sind
  • der Fokus kor­rekt gesetzt wird
  • But­tons ein­deu­tig benannt sind
  • aus­rei­chend Kon­trast vor­han­den ist
  • Screen­rea­der den Dialog kor­rekt erkennen

Wer ein Cookie-Banner testet, sollte die Maus einmal bewusst liegen lassen.

3. For­mu­lare – die größte Conversion-Bremse

Kaum etwas ver­bin­det Acces­si­bi­lity und Con­ver­sion so direkt wie Formulare.

Wenn Nutzer ein For­mu­lar nicht aus­fül­len können, ent­steht kein Lead, keine Anfrage und keine Anmeldung.

Trotz­dem finden sich regelmäßig:

  • feh­lende Labels
  • Platz­hal­ter­texte statt Beschriftungen
  • unver­ständ­li­che Fehlermeldungen
  • zu kleine Klickflächen
  • Pflicht­fel­der ohne Kennzeichnung

Beson­ders beliebt sind Feh­ler­mel­dun­gen wie:

Fehler in Feld 3.“

Vielen Dank für diese Infor­ma­tion. Feld 3 von was genau?

Bes­sere Lösung

Jedes For­mu­lar sollte:

  • sicht­bare Labels besitzen
  • ver­ständ­li­che Feh­ler­mel­dun­gen liefern
  • logisch auf­ge­baut sein
  • aus­rei­chend große Ein­ga­be­fel­der haben
  • voll­stän­dig per Tas­ta­tur bedien­bar sein

Ein gutes For­mu­lar erklärt dem Nutzer, was zu tun ist.

Ein schlech­tes For­mu­lar ver­hält sich wie ein Beam­ter kurz vor Feierabend.

4. Menüs – wenn Navi­ga­tion zum Such­spiel wird

Navi­ga­tio­nen sollen Ori­en­tie­rung bieten.

Manche Menüs errei­chen jedoch genau das Gegenteil.

Typi­sche Fehler:

  • Hamburger-Menüs ohne Beschriftung
  • ver­schach­telte Mega-Menüs
  • feh­lende Fokus-Anzeigen
  • Hover-Effekte ohne Tastaturalternative
  • unklare Link­texte

Viele dieser Pro­bleme ent­ste­hen nicht absichtlich.

Sie ent­ste­hen, weil eine Navi­ga­tion oft visu­ell getes­tet wird, aber selten mit Tas­ta­tur oder Screenreader.

Bes­sere Lösung

Prüfen Sie:

  • Ist jeder Menü­punkt per Tab-Taste erreichbar?
  • Ist sicht­bar, wo sich der Fokus befindet?
  • Sind Link­texte verständlich?
  • Funk­tio­niert die Navi­ga­tion ohne Maus?

Wenn die Ant­wort auf eine dieser Fragen nein“ lautet, soll­ten Sie nacharbeiten.

5. PDFs – die unter­schätzte Kostenfalle

Viele Unter­neh­men inves­tie­ren Zeit und Geld in eine bar­rie­re­freie Website.

Anschlie­ßend stel­len sie die­sel­ben Infor­ma­tio­nen als PDF bereit.

Und genau dort begin­nen die Probleme.

Häu­fige Fehler:

  • keine Tags
  • feh­lende Lesereihenfolge
  • keine Alter­na­tiv­texte
  • Tabel­len ohne Struktur
  • For­mu­lare ohne Barrierefreiheit

Der Nutzer ver­lässt die Web­site und landet plötz­lich in einer völlig ande­ren Welt.

Eine Welt, in der Acces­si­bi­lity häufig nur ein Gerücht ist.

Bes­sere Lösung

Prüfen Sie PDFs mit:

  • PAC, dem kos­ten­lo­sen PDF-Checker

Und vor allem:

Erstel­len Sie Barriere­freiheit bereits in Word, Libre­Of­fice oder InDe­sign und nicht erst nach dem PDF-Export.

Warum diese Fehler teuer werden können

Accessibility-Probleme ver­ur­sa­chen nicht nur Risi­ken im Zusam­men­hang mit dem BFSG.

Sie kosten bereits vorher Geld.

Zum Bei­spiel durch:

  • ver­lo­rene Anfragen
  • abge­bro­chene Bestellungen
  • schlech­tere Nutzererfahrung
  • höhere Support-Aufwände
  • gerin­gere Reichweite

Anders for­mu­liert:

Barriere­freiheit ist selten der Kostenfaktor.

Feh­lende Barriere­freiheit ist es.

Die gute Nachricht

Die meis­ten WordPress-Websites benö­ti­gen keinen kom­plet­ten Relaunch.

Oft rei­chen gezielte Ver­bes­se­run­gen an den Stel­len, die tat­säch­lich Pro­bleme verursachen.

Wer Slider hin­ter­fragt, For­mu­lare opti­miert, Cookie-Banner testet, Menüs ver­ein­facht und PDFs ernst nimmt, hat bereits einen großen Teil der typi­schen Accessibility-Hürden beseitigt.

Fazit

Die teu­ers­ten Accessibility-Fehler in Word­Press sind selten kompliziert.

Sie sind ledig­lich weit verbreitet.

Slider, Cookie-Banner, For­mu­lare, Menüs und PDFs gehö­ren seit Jahren zu den größ­ten Pro­blem­fel­dern. Gleich­zei­tig bieten sie das größte Verbesserungspotenzial.

Die eigent­li­che Frage lautet des­halb nicht:

Ist unsere Web­site tech­nisch barrierefrei?“

Son­dern:

Können Men­schen unsere Inhalte pro­blem­los nutzen?“

Denn genau darum geht es bei digi­ta­ler Barrierefreiheit.

Und letzt­lich bei gutem Web­de­sign überhaupt.

Digi­tale Barriere­freiheit mit amselrehhase

Bei amsel­reh­hase beschäf­ti­gen wir uns mit:

  • bar­rie­re­freiem Webdesign
  • WCAG-konformer Gestal­tung
  • Accessibility-Checks
  • bar­rie­re­freien PDFs
  • Typo­gra­fie & Lesbarkeit
  • Schu­lun­gen rund um digi­tale Barrierefreiheit

Denn gutes Design sollte nicht nur schön aussehen.

Es sollte funktionieren.

Wir ent­wi­ckeln und prüfen bar­rie­re­freie Pro­jekte. Buchen Sie uns für bar­rie­re­freie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel! Schrei­ben Sie uns eine E‑Mail!

amsel­reh­hase | 25.06.2026

Ver­ein­fachte Zusammenfassung

Viele Bar­rie­ren auf WordPress-Websites ent­ste­hen durch Slider, Cookie-Banner, For­mu­lare, Menüs oder PDFs. Diese Ele­mente können die Nut­zung für Men­schen mit Behin­de­run­gen erschwe­ren. Wer sie barriere­frei gestal­tet, ver­bes­sert die Nut­zer­freund­lich­keit für alle Besu­cher und ver­mei­det Pro­bleme mit dem BFSG.

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